Überblick
Design Agent AI verkürzt den Weg von der Idee zum druckbaren Bauteil radikal. Man beschreibt in natürlicher Sprache, was man braucht — "eine Propellerhalterung für eine 5-mm-Welle, 30 mm Durchmesser" — und das System erzeugt echte, parametrische CAD-Geometrie, die sich im Browser prüfen und direkt an einen 3D-Drucker senden lässt. Entwickelt für Drohnenteile, wo individuelle Halterungen und Befestigungen ein ständiger Bedarf in kleinen Stückzahlen sind.
Funktionsweise
Claude agiert als erfahrener OpenSCAD-Programmierer: Ein domänenspezifisch abgestimmter System-Prompt kodiert 3D-Druck-Beschränkungen (Wandstärken, Toleranzen, Druckbarkeitsregeln), und das Modell generiert für jede Anfrage parametrischen OpenSCAD-Quellcode. Das Node/Express-Backend kompiliert diesen Code mit einer lokalen OpenSCAD-Binary zu STL, und das React-Frontend rendert das Mesh in einem interaktiven Three.js-Viewer.
Konversationelle Iteration
Der spannende Teil ist die Verfeinerung. Weil die gesamte Konversationshistorie mit jeder Anfrage mitgeführt wird, wird Design zum Dialog — "mach es 2 mm dicker", "füge M3-Befestigungsbohrungen hinzu", "fase die Kanten an" — wobei jede Runde das parametrische Modell neu generiert. Über Claudes multimodale Eingabe lassen sich Referenzbilder anhängen, um das Design an etwas Physischem zu verankern.
Ergebnis
Ein funktionierender Prototyp, der LLM-Code-Generierung auf physische Ergebnisse anwendet — wo das generierte Artefakt kein Text auf einem Bildschirm ist, sondern ein Objekt, das man in der Hand halten kann.